Psalm 9: D Uhr, wo für die Ungrächte tickt

Mis Härz, das isch i ds Danke cho
Es danket Gott z töifscht i mir unger
I dir Herr, bini eifach froh
I verzeue gärn vo dine Wunger

Di Name, Herr, dä lobeni
Zum Auerhöchschte luegi uf
Mini Finde, vor dir, stürze sie
Sie finge nümme zrügg i Groove

Du tuesch dr Kampf für mi usfächte
Du wisisch se z rächt, die Ungrächte
Du zeigsch ne, wo dass es düre geit
Ihrne Näme droht d Vergässeheit

Zletscht isch geng Gott dr Chef im Ring
O für die herte Mönscheching
Was chrumm isch, macht är wieder grad
Hiuflosne het är Hiuf parat

Wär di kennt, hoffet fescht uf di
Wär dir vertrout, het nöie Muet
Stimmet mit i ds Loblied i
Verzeuet vo däm, wo är tuet

Er vergisst ds Schreie vo de Elände ni
Dr einzig, wo verlässlech isch
Du bisch mi Retter usem Tod gsi
I wott verzeue, wie guet du bisch

I verzeue gärn vo dine Tate
Bi dene, wo i d Stadt wei cho
Du hiufsch, ja du tuesch mi rette
Das sich dr Grund, drum bini froh

D Uhr für die Ungrächte tickt
Är failet üse Machtgier-Dude
I sine Fangnetz het är sech verstrickt
Hie wär Platz für nes Interlude

Ds Unrächt stirbt, dr Krieg vergeit
Die gottvergässni Machtgeilheit
Doch de Arme blibt Gott tröi
Wiu är dänkt a üs, mir arme Söi

Gott, wo binis isch, stang uf
Nimm auem böse Tue dr Schnuuf
Gib ihne doch e Chlupf, dass sie
Erkenne, dass sie Mönsche si

Bild: pixabay.com

Zurück zu den Psalmen-Texten