Psalm 35: Sie hei mir z Nacht ä Gruebe grabt

Mini dunkle Schätte, die wo mi uslouge
Liebe Gott, i bätte, we sie mi verfouge
Nimm doch di Schild u stang mr bi
Dr Sturm isch wiud, chumm rett du mi

Oh, bitte zeig, di grosse Gott
Däm, wo mir feig a d Gurgle wott
Sie hei mir z Nacht ä Gruebe grabt
E töife Schacht, mach dass’s nid klappt

Säuber dri, söue sie gheie
Du chasch mi vor Gwaut befreie
Unversehrt blibt mis Skelett
Wiu Gott, dr Herr, mi grettet het

I fürchte mi vor Bschiesser-Wäute
Guet tüe sie mit Bösem vergäute
Mir hets leid ta ihres nid zwäg si
Ha Träne gha vor Emapthie

Doch sie sie hei sech zäme ta
Hei unfrünlech über mi abegla
Herr, säg, wie lang, söu das so bline
Nimm mi ar Hang, tue sie vertriibe

Sie si gäg aues Härzens-Tröie
Rett mi, vor dene böse Löie
Ganz wit riise sie d Schurre uf
Nur Shit u Gwitter chunt drus us

I bi nüm glücklech, s geit mer schlächt
S’isch würklech eifach ungerächt
Oh, Gott, schänk Läbe, so wie d Sunne
Dass sie nid säge, mir hei gwunne

Wach bitte uf u gib mir Haut
Nimm ne dr Schnuf vo ihrer Gwaut
De singi gli mit nöiem Muet
Stimmet mit i, dr Herr isch guet

Bild: pixabay.com

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